Geschichte der Sprachkurse
Im Jahre 1955 wurde von Prof. Dr. Georg Dox, dem Begründer der Gesellschaft für Ost- und Südostkunde, in Unterweißenbach der Grundstein für eine über 50 Jahre andauernde Beziehung zum Osteuropäischen Wirtschafts- und Sprachraum gelegt. Seit dieser Zeit finden in Unterweißenbach auf der Mühlviertler Alm jährlich internationale Sprachseminare und Fachseminare statt, die ein breites Publikum aus aller Welt anziehen.
Prof. Dr. Georg Dox (Georgi Michailowitsch Doks) wurde im August 1905 in St. Petersburg geboren. 1921 ging Prof. Dr. Georg Dox nach Prag, wo er die Mittelschule absolvierte und in russischer Literatur und slawischer Geschichte promovierte. Weitere Stationen seines Lebens führten ihn über Berlin, Paris, Belgrad nach Wien. Ab 1947 arbeitete Prof. Dr. Georg Dox in Linz.
Am 28. April 1955 gründete er die Gesellschaft für Ost und Südostkunde, die er bis zu seinem Tode 1984 als Geschäftsführer und Vizepräsident leitete. Die Gesellschaft für Ost- und Südostkunde hatte sich als Aufgabe die Erforschung des Geschehens in den Ländern Ost- und Südosteuropas sowie die Vermittlung von Ostsprachenkenntnissen gesetzt. Sie betrachtete es seit ihrer Gründung als ihre primäre Aufgabe einen Beitrag zum Verständnis zwischen Ost und West zu leisten. Durch die Förderung und Vermittlung von Sprachkenntnissen wird seither eine wesentliche Voraussetzung für die Verständigung untereinander geschaffen, sowie das gegenseitige Verstehen und Vertrauen zwischen Ost und West gefördert.
Die Pionierarbeit Univ. Prof. Dr. Georg Dox in Oberösterreich, besonders in Unterweißenbach, wurde von der KOMINO (Kommunikation in Ostsprachen) mit Sitz in Wien von Prof. Dr. Anatoli Berditchevski und Dr. Olga Kalaschnikowa 1995 übernommen und bis 2005 weitergeführt.
Seit 2006 wird das Projekt Sprachalm von der Koordinationsstelle Unterweißenbach (Mühlviertler Alm) organisiert.
